Eröffnungsfeier des Lernfestivals 2016 im Zeichen der Digitalisierung

Die bildungspolitische Veranstaltung vom 14. September 2016 stand ganz im Zeichen der Digitalisierung und deren Auswirkungen auf die Weiterbildung. Der Schweizerische Verband für Weiterbildung SVEB überreichte zudem den Weiterbildungspreis „Prix Alice“ 2016.
Von Nina Thöny

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Um halb drei trafen die ersten Gäste zur Eröffnungsfeier des Lernfestivals in Ittigen Bern ein. Danach ging es mit der Standseilbahn bis in den fünften Stock der Eventlocation Stufenbau, wo früher Schiessbaumwolle produziert wurde. Rund 180 Gäste nahmen an der Eröffnungsfeier des Lernfestivals 2016 teil.

SVEB-Präsident und Nationalrat Matthias Aebischer übernahm die Begrüssung und blickte dabei auf seine eigene Erfahrung mit der Digitalisierung zurück: „Als ich 1993 zum Fernsehen kam, war ich der einzige mit Computer. 20 Jahre später ist die Digitalisierung nach wie vor sehr wichtig.“ Sogleich übergab Aebischer das Wort an den Moderatoren des Abends, Vorstandmitglied Heinrich Summermatter.Die Keynotes zum Thema «Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf die Weiterbildung?» kamen von Dr. Luc Cachelin, Gründer und Geschäftsführer Wissensfabrik und von Prof. Michael Kerres, Inhaber des Lehrstuhls für Mediendidaktik und Wissensmanagement an der Universität Duisburg und Leiter des Learning Labs an der Fakultät für Bildungswissenschaften. Sie beleuchteten das Fokusthema aus der Fachperspektive.

Digitalisierung als Gefahr und Chance für die Weiterbildung
Experte Luc Cachelin warnte insbesondere vor der Unterschätzung der digitalen Transformation. Diese sei branchenabhängig und könne sehr starke Auswirkungen haben, so beispielsweise in der Pharmabranche. Cachelin betont: „Die Weiterbildung der Zukunft muss beides abdecken: Grundkompetenzen und überfachliche Kompetenzen.“ Interessant waren auch die Inputs von Professor Michael Kerres. Er fordert von der Erwachsenendbildung: „Sie soll Bildung zugänglich machen und informelles Lernen stärken“. Die Aufgabe der Erwachsenenbildung sei es, Bildung zu vermitteln und nicht Kurse durchzuführen.

3D-Trophäe für die Gewinner des Prix Alice
Im zweiten Teil der Eröffnung wurde der Prix Alice vergeben. Von insgesamt 120 eingereichten und 20 nominierten Projekten hatte eine Fachjury zwei Gewinnerprojekte ausgewählt. Die Tro-phäen wurden dieses Jahr getreu dem Motto der Digitalisierung mit dem 3D-Drucker hergestellt. In der ersten Kategorie „Digitales Lernen“ durfte das Lausanner Unternehmen Coorpacademy den Prix Alice entgegennehmen. Das Projekt ist durch seine innovative Weiterbildungsplattform herausgestochen. Coorpacademy will die berufliche Weiterbildung in das digitale Zeitalter bringen. Jessica Dehler verriet zudem, dass eine deutschsprachige Version des Programms wünschenswert wäre.

Mit dem iPad-Projekt setzte sich CompiSternli gegen seine Mitbewerber in der Kategorie „Förderung der Medienkompetenz“ durch. Im Generationenprojekt erklären Kinder älteren Menschen die Nutzung und die Möglichkeiten von Tablets. CompiSternli nutzt die leichte Handhabung von Tablets sowie das intuitive digitale Wissen von Kindern. Anders als das erste Gewinnerprojekt ist CompiSternli in der deutschsprachigen Schweiz aktiv. Rahel Tschopp erklärte jedoch: „An einer Ausweitung auf die Westschweiz sind wir sehr interessiert. Uns fehlt in dieser Gegend leider das Netzwerk.“

Offizieller Startschuss für das Lernfestival
Der neue SVEB-Direktor Bernhard Grämiger eröffnete schliesslich offiziell das Lernfestival 2016. Wie er erklärte, warten auf die Lernfestival-Besucher zahlreiche Highlights an acht Standorten in der Schweiz. Kurz zusammengefasst war die Eröffnungsfeier in Ittigen ein gelungener Startschuss für ein vielversprechendes Lernfestival am 16. und 17. September.

>> Weitere Informationen und das Programm des Lernfestivals 2016 finden Sie hier

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